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Welche Jagdarten gibt es?
Jagdarten lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien unterscheiden: Nach der Art der Jagdausübung etwa in Ansitz-, Pirsch-, Bewegungs- oder Lockjagd, aber auch nach Wildart, Jahreszeit und Revierbedingungen. Deshalb finden Sie bei uns unter Jagdanlass klassische Jagdarten ebenso wie besondere jagdliche Einsätze – von der Drückjagd und Pirschjagd über die Blattjagd bis zur Nachsuche oder Bergjagd.
Welche Bekleidung und Ausrüstung sinnvoll ist, hängt dabei nicht allein von der bejagten Wildart ab. Entscheidend sind unter anderem Bewegungsintensität, Witterung, Gelände, Sichtbarkeit, Tarnung und die eigene Aufgabe während der Jagd. Wer auf dem Drückjagdstand wartet, stellt andere Anforderungen an seine Ausrüstung als ein Hundeführer im Treiben oder ein Jäger, der sich bei der Pirsch über längere Strecken durchs Revier bewegt.
Ansitzjagd und Pirschjagd
Ansitz und Pirsch gehören zu den klassischen Formen der Einzeljagd. Beim Ansitz wartet der Jäger an einem festen Platz auf anwechselndes oder austretendes Wild. Je nach Jahreszeit und Witterung stehen dabei vor allem Ruhe, Wetterschutz und bei längeren Sitzzeiten eine ausreichende Wärmeleistung im Vordergrund.
Bei der Pirsch wird das Wild dagegen aktiv gesucht und vorsichtig angegangen. Bewegungsfreiheit, geräuscharme Bekleidung, geeignetes Schuhwerk und möglichst kompakt mitgeführte Ausrüstung spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine speziell auf diesen Einsatz abgestimmte Auswahl finden Sie unter Pirschjagd. Auch bei der Bockjagd und während der Hirschbrunft kommen je nach Revier und Situation Ansitz und Pirsch zum Einsatz.
Bewegungsjagden und Gesellschaftsjagden
Bei Bewegungsjagden wird Wild durch Treiber, Hunde oder andere jagdliche Einwirkung in Bewegung gebracht. Die bekannteste Form ist die Drückjagd. Auch die Erntejagd ist eine Form der gemeinschaftlich organisierten Jagd, stellt durch offene Flächen, landwirtschaftliche Maschinen und häufig kurze Distanzen aber eigene Anforderungen an Organisation und Sicherheit.
Auf Gesellschaftsjagden hat die Sichtbarkeit der Beteiligten besondere Bedeutung. Welche Bekleidung sinnvoll ist, hängt zugleich stark von der eigenen Aufgabe ab: Ein Schütze auf dem Stand benötigt andere Eigenschaften als Treiber, Durchgehschützen oder Hundeführer, die sich über längere Zeit durch dichten Bewuchs bewegen. Bei engem Kontakt mit Schwarzwild kann für besonders exponierte Aufgaben zusätzliche Schutzbekleidung sinnvoll sein. Für Jagden mit Schwerpunkt auf Schwarzwild haben wir unter Schwarzwildjagd eine eigene Auswahl zusammengestellt.
Lockjagd auf Reh-, Raub- und Federwild
Bei der Lockjagd versucht der Jäger, Wild mit Lauten, Attrappen oder anderen artspezifischen Reizen gezielt anzulocken. Wie die Jagd praktisch ausgeübt wird, unterscheidet sich jedoch deutlich nach Wildart und Situation.
Bei der Blattjagd wird der Rehbock während der Blattzeit mit geeigneten Fieplauten gelockt. Die Fuchsjagd kann unter anderem mit verschiedenen Lockrufen betrieben werden, während bei der Krähenjagd Tarnung, Lockbild und Locker eng zusammenspielen. Bei Entenjagd und Gänsejagd kommen je nach Jagdform ebenfalls Lockvögel, Locker und geeignete Deckung zum Einsatz.
Gerade bei der Lockjagd ist es wichtig, die Besonderheiten der jeweiligen Wildart zu berücksichtigen. Deshalb finden Sie die konkreten Empfehlungen zu Tarnung, Lockmitteln und weiterer Ausrüstung auf den jeweiligen Jagdanlass-Seiten.
Nachsuche
Die Nachsuche ist keine Jagdart im engeren Sinne, sondern ein besonderer jagdlicher Einsatz. Ziel ist es, krankes oder verletztes Wild zuverlässig zu finden und möglichst schnell von vermeidbarem Leiden zu erlösen.
Die Anforderungen an Mensch, Hund und Ausrüstung hängen dabei stark von Wildart, Gelände und Bewuchs ab. Robuste und gut sichtbare Bekleidung, geeignete Hundeausrüstung, Schweißriemen, Licht und Erste-Hilfe-Material gehören zu den typischen Bestandteilen. Bei der Nachsuche auf wehrhaftes Schwarzwild kann zusätzlich geeignete Schutzbekleidung eine wichtige Rolle spielen.
Bergjagd
Die Bergjagd wird weniger durch eine bestimmte Jagdmethode als durch das Gelände geprägt. Lange Auf- und Abstiege, wechselnde Witterung und anspruchsvoller Untergrund verlangen nach funktioneller, möglichst leichter Ausrüstung. Bewegungsfreiheit, ein sinnvolles Lagensystem, trittsicheres Schuhwerk und leistungsfähige Optik haben deshalb einen besonders hohen Stellenwert.
Jagdarten und Jagdanlässe im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt die Jagdarten und jagdlichen Einsätze, für die wir eigene Sortimente zusammengestellt haben. Sie hilft bei der ersten Orientierung und führt direkt zur passenden Kategorie.
| Jagdart / Jagdanlass | Typische Anforderungen |
|---|---|
| Bockjagd | Ansitz und Pirsch im Frühjahr und Sommer, leichte und geräuscharme Bekleidung, passende Optik und flexible Ausrüstung |
| Blattjagd | Unauffälliges Verhalten, geeignete Tarnung und ein Rehblatter für die Lockjagd während der Blattzeit |
| Bergjagd | Geringes Gewicht, Bewegungsfreiheit, Wetterschutz, trittsicheres Schuhwerk und leistungsfähige Optik |
| Drückjagd | Gute Sichtbarkeit, Witterungsschutz und je nach Aufgabe Wärmeleistung, Bewegungsfreiheit oder zusätzliche Schutzfunktion |
| Entenjagd | Wetterschutz, an die Umgebung angepasste Tarnung und je nach Jagdform Lock- und Bergezubehör |
| Erntejagd | Hohe Sichtbarkeit, robuste und bewegliche Bekleidung sowie eine auf die besondere Jagdsituation abgestimmte Ausrüstung |
| Fuchsjagd | Je nach Jagdmethode Tarnung, Wetterschutz, Lockjagd-Zubehör und auf den konkreten Einsatz abgestimmte Ausrüstung |
| Gänsejagd | Tarnung, Lockbild und Deckung sowie zuverlässiger Wetter- und Nässeschutz |
| Hirschbrunft | Ansitz und Pirsch, geräuscharme Bekleidung, geeignete Optik und zuverlässiger Wetterschutz |
| Krähenjagd | Konsequente Tarnung, Lockbild, geeigneter Krähenlocker und gut angepasste Deckung |
| Nachsuche | Robustheit, gute Sichtbarkeit, Hundeausrüstung und je nach Einsatz zusätzliche Schutzfunktion |
| Pirschjagd | Geräuscharmut, Bewegungsfreiheit, geringes Gewicht und an Gelände sowie Witterung angepasstes Schuhwerk |
| Schwarzwildjagd | Je nach Jagdform Ansitz-, Pirsch- oder Bewegungsjagdausrüstung sowie bei exponierten Einsätzen geeigneter Schutz |
Welche Ausrüstung passt zur jeweiligen Jagdart?
Die passende Ausrüstung ergibt sich vor allem aus der Art, wie Sie jagen. Bei bewegungsreichen Jagdformen wie Pirsch, Bergjagd oder bestimmten Aufgaben auf der Drückjagd stehen Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität und ein möglichst unkomplizierter Transport der Ausrüstung im Vordergrund. Beim längeren Ansitz spielen dagegen Witterungsschutz und – abhängig von der Jahreszeit – die Wärmeleistung eine größere Rolle.
Auch Sichtbarkeit und Tarnung müssen zum Einsatz passen. Auf Gesellschaftsjagden ist eine deutliche Erkennbarkeit der Beteiligten sicherheitsrelevant. Bei Pirsch- und Lockjagden kommt es dagegen stärker darauf an, Bewegungen, Konturen und auffällige Kontraste gegenüber dem Wild möglichst gering zu halten. Gelände und Wetter bestimmen zusätzlich, welche Schuhe, Außenbekleidung und weitere Ausrüstung sinnvoll sind.
Wer seine Ausrüstung nach der konkreten Jagdart auswählt, vermeidet unnötiges Gewicht und hat genau die Eigenschaften zur Verfügung, die im Revier tatsächlich gebraucht werden. In den einzelnen Jagdanlass-Kategorien finden Sie deshalb eine gezielte Vorauswahl aus unserem Sortiment, abgestimmt auf den jeweiligen Einsatz.
Wenn Sie bei der Auswahl Unterstützung benötigen, hilft Ihnen unser KI-Jagdberater dabei, passende Produkte aus unserem Sortiment für Ihre Jagdart und Ihren Einsatzzweck zu finden. Gerne beraten wir Sie auch persönlich per E-Mail, Telefon oder direkt vor Ort in unserem Jagdgeschäft in Genderkingen.